Website-Baukästen im Vergleich

Welche Website-Lösung passt
zu Ihrer Gründung?

WordPress, Wix, Webflow oder gleich ein Online-Shop: ein sachlicher Vergleich nach Preis, Lernkurve und Eignung, ohne Wertung einzelner Anbieter.

Für eine erste geschäftliche Website ohne Online-Verkauf eignen sich Baukästen wie Wix oder Webflow, weil sie ohne technisches Vorwissen schnell startklar sind. WordPress lohnt sich vor allem dann, wenn Sie später einen eigenen Blog, mehr Seiten oder ein Shop-Modul ergänzen möchten und dafür mehr Kontrolle brauchen. Wer von Beginn an Produkte verkaufen will, kommt an einer eigenen Shop-Lösung wie Shopware oder Shopify kaum vorbei, da Warenkorb, Zahlungsabwicklung und Versandanbindung in klassischen Baukästen meist eingeschränkter sind.

Alle vier Optionen haben ihre Berechtigung, es gibt keine pauschal beste Lösung. Die Wahl hängt vor allem von drei Fragen ab: Wie viel Zeit können Sie in die Einrichtung investieren, wollen Sie direkt online verkaufen, und wie wichtig ist Ihnen spätere Erweiterbarkeit ohne Anbieterwechsel? Die folgende Tabelle ordnet die vier gängigsten Optionen nach Preis, Lernkurve und Eignung ein.

Website-Baukästen im Überblick

LösungTypischer PreisLernkurveEignung
WordPress (selbst gehostet)Ab rund 5 bis 15 Euro / Monat für Hosting, Software selbst kostenfreiMittel bis hoch, viele Einstellungen und Erweiterungen (Plugins) verfügbarWer volle Kontrolle über Inhalte, Struktur und spätere Erweiterungen möchte, etwa einen eigenen Blog oder Shop-Modul
WixKostenfreie Basisversion mit Wix-Werbung, bezahlte Tarife ab rund 10 bis 30 Euro / MonatNiedrig, Baukasten mit Drag-and-Drop-EditorWer schnell eine einfache Präsenzseite ohne technisches Vorwissen erstellen möchte
WebflowKostenfreie Testversion, bezahlte Tarife ab rund 15 bis 35 Euro / MonatMittel bis hoch, mehr gestalterische Freiheit als bei klassischen Baukästen, dafür komplexere BedienoberflächeWer ein individuelles Design ohne eigenen Programmiercode umsetzen möchte und Zeit in die Einarbeitung investieren kann
Shopware / Shopify (Online-Shop)Ab rund 25 bis 40 Euro / Monat, je nach Funktionsumfang und TransaktionsgebührenMittel, Einrichtung von Produkten, Zahlungsarten und Versand erfordert ZeitWer von Beginn an Produkte online verkaufen möchte, nicht nur eine Informationsseite braucht

Die Preise sind Orientierungswerte auf Basis marktüblicher Tarife, Stand August 2026, und können sich ändern. Sie stellen keine verbindliche Kostenzusage dar und hängen vom gewählten Funktionsumfang des jeweiligen Anbieters ab.

Drei Kriterien für die Entscheidung

Zeit für die Einrichtung: Baukästen wie Wix sind darauf ausgelegt, in wenigen Stunden eine funktionsfähige Seite zu erstellen. WordPress erfordert mehr Einarbeitung, dafür lässt sich vieles später ohne Anbieterwechsel erweitern.

Verkaufsabsicht: Wer nur informiert und Anfragen entgegennimmt, braucht keine Shop-Funktion. Sobald direkt über die Website verkauft werden soll, wird eine spezialisierte Shop-Lösung mit Warenkorb, Zahlungsanbindung und rechtssicherer Widerrufsbelehrung relevant.

Langfristige Planung: Wer absehbar wachsen, mehrere Sprachen anbieten oder später einen Shop ergänzen möchte, profitiert von einer Lösung mit mehr struktureller Kontrolle. Für eine reine Visitenkarten-Website ohne weitere Pläne reicht ein einfacher Baukasten oft aus.

Pflichtangaben, unabhängig vom gewählten Baukasten

Unabhängig davon, für welche Lösung Sie sich entscheiden: Bestimmte rechtliche Pflichttexte gelten für praktisch jede geschäftliche Website in Deutschland. Der Baukasten liefert dafür meist nur die technische Möglichkeit, den Inhalt der Texte müssen Sie selbst verantworten.

PflichttextRechtsgrundlageHinweis
Impressum§ 5 DDG (vormals § 5 TMG)Für praktisch jede geschäftliche Website in Deutschland verpflichtend, unabhängig vom gewählten Baukasten
DatenschutzerklärungArt. 13 DSGVOMuss den tatsächlich eingesetzten Diensten entsprechen, etwa Analyse-Tools oder Kontaktformular
Widerrufsbelehrung§ 312g BGB, Art. 246a EGBGBNur bei Vertragsschluss mit Verbrauchern über Fernabsatz relevant, also vor allem beim Online-Shop
Cookie-Einwilligung§ 25 TTDSG, Art. 6 DSGVOBei nicht notwendigen Cookies, etwa Analyse oder Marketing, vor dem Setzen erforderlich

Online-Shop starten: zusätzliche Punkte

Ein Online-Shop bringt gegenüber einer reinen Informationsseite zusätzliche Anforderungen mit sich: eine Widerrufsbelehrung nach § 312g BGB, klare Preisangaben inklusive Steuern und Versandkosten nach der Preisangabenverordnung sowie eine funktionierende Zahlungsabwicklung. Aktuelle Zahlen zu Gründungsformen und Branchenverteilung in Deutschland veröffentlicht der KfW Gründungsmonitor jährlich, konkrete Werte für Ihre Branche und Region prüfen Sie am besten direkt im aktuellen Bericht.

Ob Sie für den Verkaufsstart eine eigenständige Shop-Software benötigen oder ein Shop-Modul innerhalb von WordPress ausreicht, hängt vom erwarteten Produktumfang ab: Wenige Produkte lassen sich oft mit einem WordPress-Plugin abbilden, ein umfangreiches Sortiment mit Varianten und Lagerbestand spricht eher für eine dedizierte Shop-Lösung.

Grenzen dieser Information

Dieser Vergleich beschreibt allgemeine Eigenschaften gängiger Website-Lösungen und ersetzt keine individuelle Beratung. Ob für Ihr konkretes Geschäftsmodell eine Gewerbeanmeldung, eine bestimmte Rechtsform oder besondere Genehmigungen nötig sind, klären das zuständige Gewerbeamt, die Industrie- und Handelskammer oder eine Existenzgründungsberatung. Bei Fragen zur Umsatzsteuer, etwa zur Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG im Zusammenhang mit einem Online-Shop, ist ein Steuerbüro die richtige Anlaufstelle. MKA erklärt die allgemeinen Zusammenhänge rund um Website und Gründung, prüft aber keine individuellen Verträge, Anträge oder Aufenthaltsfragen.

Häufige Fragen zur Website-Wahl bei der Gründung

Ist WordPress oder Wix besser für eine Gründung geeignet?

Das hängt von Ihrem Vorhaben ab. WordPress bietet mehr Kontrolle und Erweiterbarkeit, erfordert dafür etwas mehr Einarbeitung. Wix ist als Baukasten schneller startklar, dafür weniger flexibel bei individuellen Anpassungen. Für eine einfache Informationsseite ohne Shop reicht ein Baukasten oft aus, für langfristig geplante Erweiterungen ist WordPress häufig die belastbarere Basis.

Brauche ich für eine Website als Gründer ein Gewerbe?

Die Website selbst löst keine Gewerbepflicht aus, das hängt von der ausgeübten Tätigkeit ab. Ob und wann eine Gewerbeanmeldung nötig ist, klären das zuständige Gewerbeamt oder eine Existenzgründungsberatung, MKA erklärt dazu nur die allgemeinen Zusammenhänge.

Was kostet eine einfache Website für eine Gründung realistisch?

Bei Baukästen wie Wix oder Webflow liegen die laufenden Kosten meist zwischen 10 und 35 Euro im Monat, bei selbst gehostetem WordPress kommen Hosting-Kosten von etwa 5 bis 15 Euro im Monat hinzu, teils weitere Kosten für Design-Vorlagen oder Erweiterungen. Diese Angaben sind Orientierungswerte auf Basis marktüblicher Tarife und können je nach Anbieter und Funktionsumfang abweichen.

Ab wann brauche ich einen Online-Shop statt einer einfachen Website?

Sobald direkt über die Website verkauft werden soll, mit Warenkorb, Zahlungsabwicklung und Versand, wird eine Shop-Lösung wie Shopware oder Shopify sinnvoll. Wer nur informiert und Anfragen per Kontaktformular oder Telefon entgegennimmt, kommt in der Regel mit einer einfachen Website ohne Shop-Funktion aus.

Muss ich als Gründer mit internationaler Biografie auf Deutsch texten?

Rechtlich vorgeschrieben ist das für die meisten Website-Inhalte nicht, für Pflichttexte wie das Impressum empfiehlt sich jedoch grundsätzlich eine deutsche Fassung, da diese Angaben in Deutschland geprüft werden. Eine zusätzliche Sprachversion, etwa Englisch oder Ihre Muttersprache, kann parallel sinnvoll sein, ersetzt die deutsche Fassung aber nicht in jedem Fall, das hängt von der konkreten Zielgruppe ab.

Kann MKA mir sagen, welche Lösung für meinen Fall die richtige ist?

MKA ordnet die gängigen Optionen allgemein ein und zeigt passende Kursmodule zum Aufbau einer Website. Eine Entscheidung für eine konkrete Rechtsform, ein bestimmtes Geschäftsmodell oder eine verbindliche Kostenkalkulation ersetzt das nicht, dafür sind eine Existenzgründungsberatung oder ein Steuerbüro die richtige Anlaufstelle.

Weiterführend

Nicht sicher, welche Lösung zu Ihnen passt?

Die kostenfreie KI-Diagnose ordnet Ihre Situation in wenigen Minuten ein und zeigt passende Kurs-Module zu Website, Gründung und digitalem Marketing. MKA begleitet strukturiert, der Erfolg hängt von der eigenen Umsetzung ab.

Diese Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung. Bei aufenthaltsrechtlichen Fragen wenden Sie sich an die zuständige Ausländerbehörde oder eine Migrationsberatungsstelle. Bei Fragen zu Gewerbeanmeldung, Rechtsform oder Umsatzsteuer wenden Sie sich an das zuständige Gewerbeamt, die Industrie- und Handelskammer oder ein Steuerbüro. Meine KI-Akademie (STEP/SEEDS® Education) wird betrieben von der DigMa Systems UG (haftungsbeschränkt), HRB 13402 (Amtsgericht Passau).

Konzept-Phase. Alle Inhalte sind vorläufig. Echte Plattform startet mit Pilot-Foundern Q3/2027.